Achtsamkeit in der Buddhistischen Psychotherapie

Bevor der Wahnsinn Dich packt, gönn´ Dir eine Atempause! 

Waldweg im Licht - Way to forest in sunlightPraktiziere   diese Atempause am Anfang dreimal am Tag zu bestimmten Zeiten, jeweils drei Minuten oder so lange wie dein persönlicher Rhythmus dazu benötigt.

 Achtsamkeit zu praktizieren braucht Übung. Es ist wie beim Klavier spielen, wenn ich es kann, ist es leicht!

Sobald du weißt, wie es geht, kannst du dann überall und zu jeder Zeit diese Atemübung/Achtsamkeit anwenden. Die Dauer bestimmst immer du, so wie es für dich passt. Das kann von zwei Atemzügen, bis hin zu fünf oder zehn Minuten sein.

Diese Atemübung hilft dir in Situationen, in denen sich in dir unangenehme Gefühle breit machen. Gefühle wie Anspannung, Wut, Angst Aggressionen oder das Gefühl haben, von den Ereignissen überrollt zu werden.

In solchen Situationen erlaubt dir diese Atemübung, wenn du sie bewusst durchführst, klar und deutlich, was gerade bei dir geschieht. Dieser Atemraum schenkt dir die geniale Möglichkeit, dass du wieder bewusst entscheiden kannst, welcher Schritt in der Situation, in der du dich befindest, als Nächstes erforderlich ist.

Diese Atemübung wird in drei Schritten durchgeführt:

Beim ersten Schritt wirst du aufgefordert, ganz in dem gegenwärtigen Moment zu sein und aus deinem Autopiloten, dem Tun-Modus, auszusteigen! Du bist nicht selbstkritisch und du urteilst nicht! Du erkennst nur an, was da ist! und bringst Achtsamkeit eben in das, was da ist, in diesem Moment.

Das benötigt Übung und Willenskräfte, da alte Denkgewohnheiten und eingefahrene Verhaltensmuster dich immer wieder davon abbringen wollen.

Im zweiten Schritt sammelst du dich und richtest deinen Geist nur noch auf die Empfindung beim Atmen. Auf das Einatmen und das Ausatmen.  Das gibt dir die Möglichkeit, deine umherschweifenden Gedanken auszuschalten und im Hier und Jetzt zu bleiben.

Wenn du dich  gesammelt hast, machst du den dritten Schritt. Lasse das Feld deines GEWAHRSEINS größer und größer werden, so dass es deinen  ganzen Körper mit einbezieht.  Damit trittst du in die Weite deines SEINS-MODUS ein. Bleibe  so gut wie du es kannst in dieser Dimension des SEINS wenn du wieder in das zurückkehrst in das, mit dem du vorher beschäftigt warst.
 


1.Schritt: Bewusst werden

Beginne in dem du eine bewusste, aufrechte, würdevolle  Haltung einnimmst, egal ob du sitzt oder stehst. Schließe deine Augen und bringe Achtsamkeit in dein inneres Erleben und frage dich:   Was erfahre ich in diesem Moment?

Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?

Gedanken kommen und gehen. Und das ist gut so, so wie es ist.

Welche Gefühle sind da?

Wende dich jetzt den Empfindungen von emotionalem Unbehagen oder unangenehmen Gefühlen zu: Angst, Wut, Aggressionen… und erkenne  deren Vorhandensein an.

Welche Empfindungen im Körper sind da? Wo treten sie in deinem Körper auf?

Gehe nun aufmerksam, aber rasch  deinen ganzen Körper durch  und erfasse jegliche Gefühle von Anspannung oder Verkrampfungen.


2. Schritt: Sich sammeln

Richte nun deine Aufmerksamkeit neu aus, in dem du deinen Atem auf deine körperlichen Empfindungen lenkst. Es atmet sich selbst! Atem kommt und geht.

Schicke nun deinen Atem  an die Empfindungen in deinem Bauchraum…..

spüre, wie sich deine Bauchdecke hebt und weitet, wenn der Atem hineinströmt…..und wie die Bauchdecke zurücksinkt, wenn der Atem ausströmt…. Folge dem Atem den ganzen Weg hinein und hinaus und nutze ihn als Anker, um dich im Hier und Jetzt zu sammeln um nicht abzuschweifen.


3. Schritt: Ausweiten

Weite nun das Feld deines Bewusstseins mit deinen Atem aus. Jetzt erfasst  dein Atmen  die Gesamtheit deines Körpers.  Atme in deine Körperhaltung, in deinem  Gesichtsausdruck.

Wenn du Gefühle von Unbehagen, Spannungen oder Widerstand spürst, gehe ganz dicht an diese heran und atmen in diese Widerstände ein…. und werde beim Ausatmen  weich und offen. Wenn du möchtest, kannst du bei jedem Ausatmen zu dir selbst sagen: „Alles ist in Ordnung, alles ist gut und alles ist bereits da. Möge ich es fühlen.“


Integriere diese  Achtsamkeit so oft  Du kannst in deinem Alltag ein.